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Dienstag, 10. Juni 2014

Am Dienstag, dem 3. Juni, nützen wir die Chance zum Sprung über den Ärmelkanal. Um 7:00h geht es mit ablaufendem Wasser unter Motor 3.5 Stunden lang gegen den Wind nach Südwest, um dann ca. 40 km südwestlich von Calais unter Segeln den Kanal zu queren. Der Ärmelkanal hat 2 sogenannte Traffic-Zones, die man möglichst auf kürzestem Weg queren muß. Nach weiteren 5 Stunden haben wir es geschafft, ohne Probleme mit dem doch ziemlich dichten Verkehr auf dem Kanal zu bekommen.
Nach 10 Stunden, kurz vor dem Hafen in Eastbourne, kommt die Küstenwache auf uns zu und erkundigt sich über UKW-Funk äußerst höflich über unsere Herkunft , das woher und wohin – und wünscht uns zum Schluß noch eine gute Reise.

Der Hafen in Eastbourne ist zu unserem großen Erstaunen im großem Maßstab neu angelegt, mit einer Vielzahl von neuen Appartmentgebäuden, vielen typisch englischen Reihenhäusern, einer Restaurant- und auch einer Shoppingmeile. Wäre nicht das englische Nieselwetter, es hätte auch in Florida sein können.



Nach einem Ruhetag mit Shopping (mit einer erstaunlich guten Auswahl an Lebensmitteln) geht es dann am Donnerstag mit dem Bus zu dem alten Seebad Eastbourne, um von dort entlang der kilometerlangen Promenade zum berühmten Beachy Head, dem 170 Meter hohen Kreidekliff, zu wandern.







 Nach der Wanderung gönnen wir uns an der riesigen und schon etwas angejahrten Pier das Äquivalent zur deutschen Currywurst: Fish & Chips.


 Hunde-Poo kann hier sehr teuer werden...
 Am nächsten Tag geht es dann mit mäßigen Rückenwinden auf der Seeseite entlang von "Beachy Head“ und den "Seven Sisters“ zu Londons Seebad: Brighton.
 Unser  Boot unter Segeln vor Beachy Head
 Die "Seven Sisters"

Für die kommenden 2 Tage geht es per Auto entlang schier endloser von Hecken gesäumten Straßen zu einigen alten Herrenhäusern und großen Gartenanlagen, in den Grafschaften Sussex und Kent.


 Sehr viele dieser alten Gemäuer und Gärten gehören dem "National Trust“, und beeindrucken uns sehr: riesige , bis zu 500 Jahre alte Gebäudekomplexe, umgeben von Hunderten von Hektar großen Parks und Gärten. Und - unzählige Freiwillige, zumeist im Rentenalter, die bereitwillig Auskunft zu allen Fragen geben.
 Parham Castle in West Sussex..




Der zugehörige Rittersaal

 Petworth House, West Sussex, von Kunstsammlern ehemals bewohnt


 Im Park - beeindruckende alte Eichen

 Am  nächsten Tag: Rast in einem Dorfcafé
 Das Wohnhaus von Rudyard Kipling, dem Autor des "Dschungelbuch", er war am Ende des 19. Jahrhunderts durch seine Romane und Gedichte steinreich geworden
Hier entscheiden wir uns auch für eine Mitgliedschaft im "National Trust".

Dann noch weiter zu Sissinghurst Castle,Grafschaft Kent, dem ehemaligen Haus von Vita Sackville-West und Harold Nicolson, einem Glamourpaar am Anfang des 20. Jahrhunderts.





Das Fahren auf der "falschen" Seite ging ganz gut, insbesondere auch, weil es immer strikte Geschwindigkeitsgrenzen gibt und die Engländer auch vorsichtig fahren. 

Morgen geht es weiter in Richtung Isle of Wight.