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Mittwoch, 15. Oktober 2014

Porto Santo und Madeira

Nochmal einige Eindrücke von einem Rundgang auf Porto Santo:




 An den Bergen sieht man noch die Spuren von ehemaliger landwirtschaftlicher Aktivität. Seit etlichen Jahren ist es aber zu trocken, um noch sinnvoll etwas anzubauen.
Der Blick von oben auf das Hafenbecken


Windmühlen aus alter Zeit..

 und ein Blick auf die Südküste mit der Hauptstadt Porto Santo

und zuletzt: unsere Spuren auf der Kaimauer:


Am letzten Freitag sind wir bei sehr wechselhaften Winden von Porto Santo nach Madeira rübergesegelt (30 sm, also eine kleine Tour).

Porto Santo nochmal von Seeseite aus:



Und ein Blick auf die "Delfin" von Jürgen

Wegen des diesigen Wetters kommt die schroffe Ostküste recht spät in Sicht:


An der Ostseite der Insel gibt es den Hafen Quinta do Lorde, den wir zielstrebig ansteuern.
Zu unserer Überraschung kommt der Hafenmeister uns mit dem Schlauchboot entgegen und fragt, ob wir eine Reservierung hätten. Da dies nicht der Fall ist, werden wir dann abgewiesen. Allerdings verweist er noch auf eine nahe Ankerbucht und hat noch unsere Visitenkarte angenommen.

Der Normalfall fast überall auf der Welt in Häfen sieht so aus, daß man sich eigentlich immer gemeinsam bemüht, noch einen Platz zu finden. Hier allerdings geht es zu wie in einem Restaurant, das man betritt. An guten Stellen findet man lauter leere Tische vor, die aber mit einem "reserviert" Schild versehen sind.
Man kann nur hoffen, daß diese Unsitte keine Schule machen.

Nach einer Nacht in einer Ankerbucht, umgeben von sehr hohen Felswänden, erleben wir dann gegen 5:00 morgens sehr heftige Fallböen. Unser Anker hält, Jürgen von der Delfin wird aber beträchtlich abgetrieben, es geht unter dem Strich aber noch gut.

Am nächsten Tag machen wir uns dann auf nach Funchal, vorbei an dem futuristisch anmutenden Flughafen:

Dann erhalten wir einen Anruf von der Marina Quinta do Lorde: wir können jetzt rein. Machen kehrt und fahren zurück.

Der Hafen und die Ortschaft selbst sind in eine enge Bucht eingeschmiegt, dicht an beeindruckenden Wänden aus vulkanischem Tuffgestein.



Alles ist neu und die "Ortschaft" entpuppt sich bei näherem Hinsehen als gigantische Hotelanlage, die erst vor 2 Jahren fertiggestellt wurde. Alles ist erstaunlich leer, es gibt fast keine Hotelgäste, aber die noch neue Hotelanlage -ein ganzes Dorf - wird noch überall in Schuß gehalten.  Man fragt sich, wie dies Gelände wohl in 10 Jahren aussehen wird  - ob es gelingt, genügend zahlende Gäste anzulocken.

Die nähere Umgebung ist sehr schroff und trocken.



Bei unser Fahrt mit dem Mietauto sehen wir aber, daß sich dies schon in ganz kurzer Entfernung ändert.  Einige Erfahrungen zu Mietwagen - hier im Hafen kann man uns für 320 € pro Woche einen Mietwagen besorgen, im Internet gibt es bei Opodo ein Angebot von Sixt für 138 €, am Flughafen.
Also buchen wir dies. Nachdem alles eingetragen ist, kommt aber keine Bestätigung. Nach einer Stunde rufen wir bei Opodo an, diese können nicht weiterhelfen, da Mietwagen anscheinend auf der Opodo-Seite über Rentacar.com abgewickelt werden. Also rufen wir dort an - mit dem Resultat, daß man sich  bei Rentacar bemüht, etwas von Sixt zu bekommen. Nach weiteren 2 Stunden kommt dann ein Anruf aus London, ob wir auch den Wagen einer anderen Firma akzeptieren würden. Wir tun, nur um dann am Flughafen in äußerst ruppiger Weise um 1000 € Kaution erleichtert zu werden. (da wir uns weigern, nochmal 150€ für zusätzliche Versicherungen zu zahlen).

Opodo galt bei mir (Paul) bisher als zuverlässige Website, meine Erfahrung jetzt: man sollte vielleicht nur noch direkt beim Anbieter oder telefonisch etwas buchen, viele Vermittlungsangebote im Internet laufen oft hart an der Grenze zum Betrug.

Einige Bilder von unserer Autotour um die Insel:
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 Alles ist sehr grün und fast tropisch bewachsen, aber sehr gebirgig.



 Die Nordküste hat beeindruckende Klippen...

 und man möchte mit dem Boot auch nicht nur in die Nähe kommen...
 Die Gefahr von Steinschlag ist auf vielen Wegen sehr real...
 Ein Bauer verkauft die örtlichen Früchte, so Bananen, Apfelsinen, Zitronen, Mango, Avocado, Marakuja und einige andere, die uns bisher nicht bekannt waren. Die Früchte schmecken hier im allgemeinen viel intensiver, als das, was man bei uns im Supermarkt vorfindet.





Am Schluß fahren wir über den Bergrücken zurück und landen auf 1500 m Höhe mitten in den Wolken. Und - müssen aufpassen, daß wir auf kein stehendes Auto auffahren oder Kühe auf die Hörner nehmen.