Translate

Freitag, 20. Februar 2015

Von Antigua nach Deshaies/ Guadeloupe

Obwohl wir etwas den stärkeren Winden ausweichen wollten, die für morgen und übermorgen (Sa und So) für die Strecke Antigua – Guadeloupe angekündigt waren, traf es uns gestern (Do) mit 11 bis 12 m/sec (6 Bft halber Wind) schon ganz schön heftig. Für meinen Geschmack zu viel des Guten, vor allem die (3 - ) 4 m Welle. Auf unserer Atlantiküberquerung waren diese Bedingungen zwar alltäglich, wenn ich mir die Segelbedingungen aber aussuchen kann, weil wir einfach einen Tag auf einer Insel abwarten können, bis der Wind wieder leichter ist, würde ich das immer tun. Unsere Malö 116 meistert jede Bedingung aufrecht und stoisch, aber ich finde die Wucht hinter Wind und Welle anstrengend.


Hier in Deshaies angekommen sind wir angetan von der Umgebung. Es ist, wie wir es lieben: Ein kleiner Ort (4200 Einwohner) in einer nach Osten gut geschützten Bucht (es geht 800m hoch auf den Berg). 

20 -30 andere Boote liegen schon hier. Der Ort hat einen guten Dinghisteg und mehrere kleine Lebensmittelgeschäfte, einen größeren Supermarkt, verschiedene kleine Obst- und Gemüseanbieter, ein paar Restaurants direkt am Ufer, der Botanische Garten ist eine Unternehmung wert und – was schön ist – man ist gleich inmitten einiger bekannter Yachten. Man hat sie hier oder dort schon einmal gesehen, man hört auf der Straße jemanden deutsch sprechen und siehe da: Die kennen wir doch aus Madeira oder Bequia ... Man tauscht Berichte aus: Wie war eure Atlantiküberquerung? Wohin seid Ihr gesegelt? Entspricht die Karibik euren Erwartungen? Wie bewährt sich euer Boot? Wohin geht´s denn noch? Ab welchem Ort tretet ihr die Rückreise an?

Überrascht und erfreut sind wir von der Tatsache, dass relativ viele junge Menschen unter diesen Segelnomaden sind. Sie machen das richtig. Sind sie 28, 30 oder schon 34? Sie segeln schöne, gut ausgestattete Boote um 10 bis 12 m und verwirklichen ihre Träume vom Blauwassersegeln. Sie haben schon viel Segelerfahrung erworben, wenn sie sich solch eine Reise zutrauen und in technischen Dingen macht ihnen keiner etwas vor: Sie erteilen Ratschläge. Manche starten mit weniger Segelkenntnissen gleich zu einer Atlantiküberqeurung und wachsen unterwegs in ihre Aufgabe hinein. Diese Variante ist noch etwas abenteuerlicher. Das Modell "einmal in die Karibik und zurück" ist auch bei diesen jungen Leuten das beliebteste. Das dauert 9 – 12 Monate. Aus eigener Erfahrung mit Sabbatjahren genau im ihrem Alter wissen wir, dass man sich nach solch einer schönen Zeit wieder mit Schwung und Lust in die Arbeit stürzt. Sabbatjahre sind für beide, Arbeitnehmer und Arbeitgeber überaus positiv.

Heute morgen hier in Deshaies beschließen Paul und ich, den Anker zu lichten und uns eine der ungefähr 10 Mooringbojen zu schnappen, die unter Wasser sehr stabil aussehen und siehe da, im allgemeinen Ablegegewusel ist ein Run auf diese Bojen und auf bessere Ankerplätze in der Bucht entstanden. Ein Nachbar schickt sogar einen Mitsegler mit dem Beiboot vor, damit der sich an einer Boje fest- und sie besetzt hält.... Es ist eben doch ziemlich voll in den meisten Buchten.

Gleich geht es mit dem Dinghi an Land: Die Lebensmittellage studieren.


Dienstag, 17. Februar 2015

Harms Abreise und Flug hier von Antigua  in die Heimat bringt uns den Alltag wieder an Bord.


Die Wäsche wird gewaschen, das Boot geputzt und von Dingen befreit, die sich angesammelt haben aber unnötig sind, Wasser und Diesel werden getankt, ein großer Supermarkt für Proviant besucht.
Harms Abschied stimmt mich traurig.
Es war eine wunderschöne Zeit mit ihm an Bord. Seine gute Laune, sein Humor und die Gespräche ließen die 12 Tage wie im Flug vergehen. Wir werden auch seine täglichen lustigen und ausführlichen Blogbeiträge vermissen.
Und nun? Nun freuen Paul und ich uns auf den Besuch von meinem Neffen Fabian mit Carola für den Törn von Guadeloupe bis St Martin ab kommenden Montag.

Montag, 16. Februar 2015

Antigua - English Harbour (von Harm)

Karibik 15..02.2015 Sonnenuntergang und Sonnenaufgang
Nach 20 Stunden Nachfahrt haben wir den Hafen von Antigua erreicht. Dörte und Paul haben sich bei der rasanten Fahrt abgelöst. Aber es sollte nicht so laufen wie gewünscht. Nach ca. 20 sm kam eine Flaute und Paul wollte den Flautenschieber (Motor) anschmeissen. Das ging auch sofort, aber nach ganz kurzer Zeit hupte der Diesel. Er war zu heiss geworden. Paul untersuchte alles, Keilriemen o.k., Wasserpumpe ging, Warmwasserpumpe ebenfalls. Wir haben dann destilliertes Wasser nachgefüllt. Nach dem Test das Ergebnis: Motor weiterhin zu heiss. Was nun....? Dörte stand am Ruder und das Boot war unregierbar. Sollten wir zurück zur Insel? Paul meinte, es gäbe nur auf Antigua Fachleute für diesen Motor (Nanny). Plötzlich kam von Land ein Flugzeug. Es war stockdunkel, aber unsere Positionslampen und die Beleuchtung der Segel funktionierten. Es war ein Hubschrauber der eine Runde über uns drehte und dann nach Süden weiter flog. Retten wollte er uns scheinbar nicht. Unsere Hilfezeichen hätte er wohl bei der Dunkelheit nicht gesehen. Wir waren ziemlich ratlos - aber Untiefen waren nicht in Sicht und irgendwann würde ja auch wohl wieder Wind kommen. Wir haben weiter beratschlagt und ich fand noch einen Verschluss am Motor. Ich schlug vor ihn aufzumachen. Gesagt getan. Es war nicht zu viel Wasser drauf. Also ca 1,5 Ltr. destilliertes Wasser aufgefüllt und wieder getestet..... dat geit! Der Motor wurde nicht mehr heiss. Wir waren vorsichtig optimistsch. Nach einigen Seemeilen in langsamer Fahrt kam dann Wind auf und wir segelten in rasanter Fahrt nach Antigua. Von so kleinen Problemen lassen wir uns doch nicht beeindrucken ... oder!!??
English Harbour ist schön, unser Ankerplatz liegt in der Nähe des Strandes.
Beim Einklarieren treffen wir ein Paar aus Deutschland. Ich hörte, dass er aus Bremen kommt. Ich sag ihm, dass ich aus der Nähe von Verden komme - er sagt, dass er aus Klein Hutbergen stammt. (Siehe auch www.brand-sailing.com ). Die Leute, die ich ihm aus Klein Hutbergen nenne, kennt er alle ganz genau. Jetzt fällt mir wieder ein Spruch ein: Ich sag es ja immer wieder - nirgendwo kann man sich was erlauben - igendwer kennt einen immer. Das Lokal, in dem wir heute Abend essen wollen, "Shirley Heights", liegt hoch auf dem Berg über uns (hoffentlich schaffen wir den Weg noch rauf ... Ich hab Hunger! Andere sollen vorher zusammen gebrochen sein). Sonntags soll hier der Bär los sein. Wir wandern los und nach einigen hundert Metern sehen wir eine Abkürzung, die uns schneller auf den sonst eine gute Fusswanderweg entfernten Berg bringen soll. Zuerst ging es flott voran, aber der Weg entwickelte sich zu einem trockenen geröllartigen Flussbett. Das fanden wir zuerst ganz gut, weil wir die Musik von ober immer noch hören konnte. Es war eine Musik von einer schönen Reggae Band. Aber das Flussbett verengte sich immer mehr. Die ausgespülten Steine wurden immer grösser und aus der lockeren Wanderung wurde schon fast ein Bergsteigen. Irgenwann kamen zwei Schilder, die uns wohl den Weg zu unserer Veranstaltung wiesen. Wir entschieden uns das geröllartige Flussbett zu verlassen und den "Abkürzungsweg" über den kleinen Berg zu nehmen. Die Musik war kaum noch zu hören, aber wir marschierten weiter- schliesslich war es ja erst in 30 Minuten dunkel. Der Urwald wurde immer enger. Der Weg war eigentlich keiner mehr. Paul, mit seinen kräftigen Beinen immer voran, dann Dörte, dann ich. Jetzt bestraft uns das geringe "Wandern auf dem Schiff". Meine Waden wurden immer härter. Die Argaven - zuerst nur wenige - entwickelten sich zu Wäldern mit spitzen Nadeln an den Blatträndern. Wo keine spitzen Argavenblätter waren, standen Kakteen. Leider hab ich mich dann einmal daran abstützen müssen. Das Blut kam aus den Löchern. Um es abzukürzen ( es war eigentlich noch viel schlimmer als man es hier beschreiben kann) wir erreichten kurz vor Dunkelheit das Lokal, total durchgeschwitzt und fertig.
Nach einigen Rumpunsch und der super Musik von einer Steelband, wurden wir dann wieder normal. Es waren schon 100e von Besuchern da. Wie die wohl raufgekommen waren. Die Musik entschädigte uns von den Strapazen und die kalte Cola liess meine Kakteenhand abschwellen.

 Zurück nahmen wir ein Taxi. Ich habe trotz meines hohen Alters wieder viel dazugelernt. Insgesamt, in ein paar Tagen bei Licht betrachet, ein Tag von dem wir noch lange erzählen könnten. Aber das wisst ihr ja jetzt schon. Es wird wohl mein letzter Bericht aus der Karibik sein. Die Reise hat mir viel Spass gemacht und mein Verlangen nach Wärme im Winter und dem karibischen Flair, ist vorerst wieder einmal gestillt. Das Zusammenleben auf dem Boot und die erstklassige Versorgung haben mir gut gefallen. Das Leben auf dem Boot hat mich auch mit meiner Schwester Dörte wieder viel mehr zusammengebracht. Aus meiner Sicht sind wir uns doch viel ähnlicher, als ich dachte. Ich bedanke mich für die schöne Zeit auf "man suutje" und hoffe, dass meine manchmal unkonventionelle Art - auch beim Schreiben dieses Blogs- nicht zu sehr angeeckt hat. [Hat sie nicht.Die Redaktion. Die übrigens die unteren Bilder und Kommentare dazu setzt:] Beim Gang durch die Gemeinde ...
...sahen wir interessante Menschen ...
... und Boote ...
... Für welches hättet Ihr Euch entschieden?
Genau! Wir konnten uns auch nicht entscheiden und haben sie deshalb alle liegen lassen und sind zufrieden für eine Siesta auf unsere man suutje zurück.

Sonntag, 15. Februar 2015

Dominica 4. Tag (von Harm)

Karibik 14.02.2015 Der Karneval war doch noch nicht zu Ende. In der Nacht auf Samstag feierten die Einheimischen an Land und wir konnten an Bord ( einige 100 m entfernt) gut mithören. An diesem Morgen konnte man noch nicht einmal das Wettkrähen der Hähne hören, das wurde von der Musik übertönt. Die Band musste wohl einen Vertrag bis 6:00 gehabt haben, denn um 6:00 hörte man einige Abschiedsworte und dann noch einige Zugaben und dann war um 6:15 Uhr Ruhe. Meine Kajüte
Am Abend vorher hatten uns die Schweizer zu einer Fahrt auf dem "Indian River" eingeladen. Das wollten wir gerne mitmachen. Um 9:00 Uhr ging es dann (nicht nach einer Schweizer Uhr gemessen) los. Ein Bob Marley Typ, er hiesß Buda, holte uns mit dem Motorboot "Good to go" von unserem Boot ab. Nachdem wir, etwas umständlich, Karten an der Tankstelle gelöst hatten, legten wir ab. Der Aussenborder wurde hochgeklappt und mit Rudern ging es den mangrovenähnlichen Fluss aufwärts, da der Motor das ökologische Gleichgewicht gestört hätte. Die Bäume bildeten oft ein Dach. Es waren Zimt- und Bananenbäume. Auch Kokospalmen, Helikonien und andere urtümliche Gewächse. Krebse, Termiten und Fischsorten wurden uns erklärt und natürlich die Vogelarten. Für mich war es beeindruckend, Kolibris in freier Wildbahn über Blüten flatternd und schwebend zu sehen.
Zur Hälfte der Fahrt konnten wir uns mit Zimttee, Fruchtsaft oder einer frisch aufgeschlagenen Kokosnuss erfrischen.
Bob Marley brachte uns zurück zu unserem Boot und zu einem vorzüglichen Essen von Dörte mit Hähnchenschenkel (gegart auf dem neuen Herd). Das Gericht hieß Coq au Vin. Der Mittagsschlaf machte uns fit für unsere rasante Fahrt nach "Antigua" mit bis zu 9 Knoten. Wenn es so weiter geht, sind wir in der Nacht um 3 Uhr in "Anti Gua" (wie Zement Meyer aus Etelsen immer sagte.)

Samstag, 14. Februar 2015

Dominica 3. Tag/ 2 (von Harm)

Karibik 14.2.15 Den Karneval in Porthmouth haben wir leider verpasst. Der Umzug war schon am Nachmittag und die Straßenfeiern finden Sonntag bis Dienstag statt. Aber wir haben den Ort erkundet. Ich hatte Hunger - eine nette Strassenhändlerin bot uns Chicken oder Pig an. Ich dachte " wat de Bur nicht kennt, dat frit de nicht" , also Pig. Es roch sehr gut. Was mich beim Essen wunderte, es waren so kleine Knochen - wo mögen die wohl herkommen - beim Schwein. Irgendwie war ich irritiert - aber die Lösung folgt, als uns die Schweizer am Nebentisch die Lösung präsentierten - es war ein gut gewürzter Schweineschwanz. In der Blue Bay Bar trafen sich viele Segler wieder und alle, die sich so "lögenhaft wat to fertellen" hatten. Das eine Paar kam aus Amerika, das andere aus der Schweiz. Die Schweizer waren sehr nett und offen und er erzählte uns einen Teil seiner Lebensgeschichte. Er lief zur Höchstform auf, nachdem ich mich als Bauer geoutet hatte. Das war sehr nett. Eine tolle "Kalinago Performance" führte uns in der Bar ganz tolle ursprüngliche Tänze vor. Die Kalinago oder "Cariben" gehören zu den karibischen Ureinwohnern, die ihr anderes Aussehen auch bewahrt haben. Mit der Überfahrt zum Boot und einem nassen Hintern, ging wieder ein toller Tag zu Ende.

3. Tag Dominica mit Karneval (von Harm)

Karibik 13.2.15 Wir sind per Motor und nur einer Stunde Leichtwindsegeln, wegen Flaute bzw wenig Wind nach Portsmouth gefahren. Die boatboys haben uns zum Karneval in die Blue Bay Grill & Bar eingeladen. Da können wir natürlich nicht nein sagen. Die Strassenkapellen haben wir schon vom Strand rüberschallen gehört. Ausserdem hat Paul endlich einmal seine "Happy Hour". A B E R was ziehe ich an? Alles dreckig - also ran ans Wäschewaschen. Kann ich das? Jo, das geht wohl. Hoffentlich ist das um 16 Uhr trocken - der Wind hat etwas aufgefrischt, das müsste klappen - und der Rest trocknet am Körper. Was ist mit Plätten? Dörte sagt, das ist noch ein weites Feld. Sie hat sogar ein kleines Bügeleisen. Aber nur einen Generator mit Fussmotor oder mit Strom vom Land. Das Land ist aber 200 m entfernt und das Kabel reicht nicht. Also muss es mit Falten gehen - folglich haben wir keine Chance bei den karibischen Schönheiten. Paul meint, wir hätten immerhin limitierte Chancen. Nachdem wir uns alle im Meerwasser frisch gemacht haben, geht es los. Das Ergebnis folgt auf diesem Blog am Samstag, wenn wir wieder nüchtern sind.

Freitag, 13. Februar 2015

Dominica (von Harm)

Karibik 12.2.15 Tag 2 Die Nacht war schwierig. Kaum Wind, aber gefûhlte 2m hohe Wellen und die von der Seite. Das Schiff legte sich (vor Anker) bei den Wellen ganz schräg auf die Seite und stellte sich dann wieder auf - und das sehr oft. Gut, dass ich eigentlich nicht seekrank werde. Das Schlafen war nur in der Maikäferstellung möglich - hier in der Karibik würde man das wohl die Schildkrötenstellung nennen. Die Lebensfreude der Menschen hier auf Dominica ist schon bemerkenswert. Das zeigte sich allerdings auch an der sehr lauten Musik, die von Land in der Nacht zu uns rüber schallte. Um 2:00Uhr wurde es dann aber schon langsam leiser. Schön war auch der Wettstreit im Hahnenkrähen, der ab 4:00 Uhr bis 5:00 Uhr vom Wasser aus gut zu hören war. Als Landwirt fragt man sich, wozu die so viele Hähne brauchen. Nach dem Müslifrühstück gings dann in die Stadt Roseau. Sie ist noch sehr ärmlich und bunt. Ich fragte mich, wo denn das ganze Geld von den Kreuzfahrtschiffen bleibt. Täglich landen in der Stadt riesige Schiffe. In die Verschönerung der Stadt ist es kaum geflossen.
Eigentlich wollten wir mit einem der kleinen Minibusse die Insel erkunden, aber ein freundlicher 1 Mann Minibusunternehmer konnte Dörte und später auch uns von seinen Fähigkeiten überzeugen. Das hatte Dörte goldrichtig erkannt. Jerome Blanc kann man unter der Telefon Nr. 001-767-2456521 erreichen. Er zeigte uns in 3 Stunden die Sehenswürdigkeiten rund um die Stadt Roseau. Ti Tou Gorge, die Schlucht mit einem kleinen Wasserfall bei Laudat und auch den Regenwald in den Bergen, die "Trafalgar Falls", wo wir uns jeder eine erfrischende Kokosnuss gönnten. Die Schwefelquellen in "Papillot Gardens" und die "Hot Mineral Pools". Danach noch den Botanischen Garten der Stadt und die wichtigsten Gebäude in der Stadt. Zum Schluss der Fahrt zeigte er uns noch ein etwas verstecktes Lokal in der "Cork Street 15" , es nannte sich "Guiyave Restaurant" im Obergeschoss mit schnellem freien W-lan. Das Buffet schmeckte uns köstlich. Ich kaufte bei Digicel noch eine günstige Sim Karte für den Datenverkehr auf meinem I-pad. Das wurde mir freundlicherweise gleich eingerichtet. Auf dem Rückweg pickte uns dann ein Minibus auf, zufällig der gleiche Minibusfahrer wie die 3 Fahrten vorher, also zum 4. Mal. Er brachte uns, weil er uns inzwischen kannte, bis vor (die Haustür) das Schiff. Besser geht es kaum. Im Anschluss daran ging es ans Blogschreiben, damit ihr gut informiert seid und natürlich auch zu meiner besseren späteren Erinnerung.

Donnerstag, 12. Februar 2015

Dominica. In der Stadt Roseau (von Harm)

Karibik, 11. Feb. 2015 Dominica ist die grüne Insel mit den meisten Niederschlägen. 2000 mm Regen fallen in den Bergen. Bei der Annäherung an Dominica standen die Regenwolken wie ein Hut über der Insel. Auf Naturschutz wird grossen Wert gelegt. Leider ist der vohergesagte Wind nicht eingetreten. Wir mussten viel motoren. Ein netter Typ, "Sea Cat", empfing uns freundlich und zeigte uns eine sichere Boje. Paul und ich fuhren dann mit einem Sammeltaxi in die Stadt. Der kleine Bus war schon ein Abenteuer. Eng, voll und alt, aber ok. Eine junge hübsche Mutter stillte ihr Kind im Bus. Wir fanden neben dem Kreuzfahrtschiff "Legend of the Seas" das Büro zum Einklarieren "Customs". Das Einklariern ging relativ schnell, es dauerte nur 15 Minuten. Die grossen Kreuzfahrtschiffe haben leider nicht immer nur positive Einflüsse. Der Busfahrer, der uns schon in die Stadt gebracht hatte, pickte uns - welch ein Wunder -wieder auf und brachte uns zum Anleger. Am Abend entschieden wir uns dann Essen zu gehen in einem guten Restaurant, das wir mit unserem Beiboot gut erreichen konnten. Es schmeckte sehr gut, ganau so gut wie der Pfannkuchen zu Mittag, den Dörte so toll zubereitet hatte. Nach meiner Heimkehr muss ich die Waage wohl erst einmal meiden.

Mittwoch, 11. Februar 2015

Fahrt nach St.Pierre (von Harm)

Karibik 10.2.2015 Der Vulkanausbruch 1902 bescherte dem Ort fast 30.000 Tote. Er musste fast total neu aufgebaut werden. Nur der einzige Gefangene in der Ausnüchterungszelle überlebte. Auch die Kirche blieb heil. Man sieht ihr das Alter und fehlendes Geld in der Gemeinde an. Das runde verrostete Blechdach und das Dach des Turms zeugen davon. Nach wundervoller Fahrt mit gutem Wind von hinten erreichten wir den Ort um 14:30 Uhr. Wir ankerten sehr dicht in der Nähe des Strandes und Dörte lässt sich von mir überreden, mit mir an Land zu schwimmen. Wir vertreten uns die Beine am Strand, denn auf dem Boot ist das ja nicht möglich. Auch der recht neue Anleger wird von uns in Augenschein genommen. Wir sind der Meinung, dass der Ort besser ist, als in den Reiseführern und in den uns bekannten Segelblogs von Crews, die vor uns schon hier waren, beschrieben. Abends spielen wir noch Skat im Cockpit. Das war für mich etwas schwer, denn ich hatte mindstens 20 Jahre nur noch Doppelkopf gespielt. Um Haus und Hof haben wir am 1. Tag nicht gleich gespielt.

Dienstag, 10. Februar 2015

Inseltour Martinique (von Harm)

Karibik 9.2.2015 Pointe du Bout, der kleine geschützte Hafen, begrüßt uns am Morgen mit herrlichem Sonnenschein im Cockpit. Die Croissants und warmen Baguettes vom Hafenbäcker schmecken wunderbar. Gelegentlich kommt eine extrem wendige Fähre vorbei und holt Gäste zur Fahrt in die Hauptstadt Fort de France ab. Nach dem Frühstück ist Geschirrspühlen bei mir (Harm) angesagt, aber das sieht noch sehr unkonventionell aus; das muss sich noch verbessern. Dörte bringt die Wäsche zur Wäscherei, damit diese nach dem Zurückholen eine gleichmäßig graue Farbe bekommt. Nein das war anders gemeint. Aber es ist ihre Erfahrung. Wir liegen mit dem Boot direkt am Steg, das macht alles viel bequemer. Paul hat einen Renault Clio gemietet, mit dem es dann zur Erkundung der Insel los geht. Die Sehenswürdigkeiten sind wohl begrenzt, aber wir wollen das Bananenmuseum und das Rummuseum besichtigen. Über Reviere Salee, Ducos, Le Robert geht es nach La Trinité. Hier in der Nähe findet man diese beiden Museen. Damit wir das Bananenmuseum ohne Rum im Kopf genießen können, nehmen wir zuerst das Bananenmuseum. Die Geschichte der Banane wird gut beschrieben. Eine Wanderung durch eine gepflegte Bananenplantage ist ganz schön. Dann geht es zum Rummuseum. Hier wird kein Eintritt verlangt. Die relativ große Anlage produziert noch Rum. Paul und ich probieren kostenlos den weißen Rum. Mein Geschmack ist das nicht. Der dunkle "Rhum de Agricole" von "Saint James" schmeckt Paul besser. Mein Bedarf ist durch die 1. Verkostung schon gedeckt. Dörte hält sich bei der Verkostung ganz heraus - sie weiß sicher warum. Bei Carrefour kaufen wir auf dem Rückweg noch ein und bei wunderbarem Wetter im Cockpit lassen wir den Tag mit Abendbrot ausklingen.

Ein Tag, den wir eigentlich so nicht haben wollten (von Harm)

Karibik 8.2.2015
Früh um 3:30 wurden wir durch ein Knallen geweckt. Alle 3 Dörte, Paul und ich (Harm) standen wie geölte Blitze sofort auf der Matte im Cockpit. Paul hatte keine Zeit sich irgend etwas anzuziehen, aber das störte keinen, denn wir hatten Wichtigeres zu tun. Die Lage war ernst, denn wir hatten Kontakt mit einem französische Katamaran - unserem Nachbarn. Der Wind hatte stark aufgefrischt und gedreht. Unser Schiff hatte sich in Bewegung gesetzt. Der Anker, der von Dörte am Nachmittag vorher noch durch starkes Rückwärtsfahren geprüft worden war, hielt nicht. Wir 3 behielten eigentlich ziemlich gut die Nerven. Leider war das bei unserem Nachbarn nicht so. Er hatte Panik und schrie mit französischen Worten nur so um sich. Dörte dachte er würde nach seiner Frau schreien - aber die war ja schon da. Unser Boot legte sich zuerst quer vor den Katamaran. Wir konnten es aber mit vereinten Kräften an die Seite drücken. Ich konnte mit meinen geringen Französischkenntnissen nicht begreifen, dass der Nachbar mit seinen hysterischen Schreien „Ballon! Ballon! Ballon!“ Fender meinte, die wir schleunigst anbringen sollten. Dann wurde es langsam besser. Dörte hatte den Motor angeworfen und wir konnten uns vom Katamaran entfernen. Der Anker musste allerdings noch hoch. Paul machte das mit der Hand. Das war sehr anstrengend, trotz meiner Unterstützung. Wir suchten jetzt in völliger Dunkelheit nach einem geeigneten Ankerplatz. Es durfte ja nicht zu tief und auch nicht zu flach sein. In der Dunkelheit half der neue LED Strahler dabei ganz gut. Irgendwann hatten wir dann den, unserer Meinung nach, richtigen Ankerplatz. Aber - der Anker hielt nicht! Wieder musste die jetzt 40 m lange Ankerkette eingeholt werden. Das war extrem schwer. Paul hatte wieder entschieden, das mit der Hand zu machen. Ich half ihm so gut es ging. Später wussten wir, warum es so schwer ging: Wir hatten einen ziemlich großen Hummerkorb am Anker. Als der Anker ganz hoch war, rutschte der Hummerkorb runter. Wir irrten dann ziemlich lange herum und suchten im Dunkeln nach einer Ankerboje. Durch das Blinken eines anderen Seglers, "Cello", fanden wir am Ende der Bucht eine Boje. Das war "Rettung in der Not". Schön. Siggi und Robert von Cello schreiben auch von dieser Nacht: https://sail.robotniko.de/ Das Abenteuer war überstanden. Dörte fragte später, ob Hummer im Korb waren - aber in dem Moment hatten wir noch andere Sorgen gehabt, als danach zu schauen. Es war alles gut. Wir haben dann noch geschlafen und sind nach dem obligatorischen Müslifrühstück mit Mango (lecker) aufgebrochen zum nächsten gut geschützten Hafen - "Pointe du Bout" in der Nähe der Hauptstadt Fort de France. Hier konnten wir Wasser tanken und das Boot vom Salzwasser befreien. Am Abend machten wir noch einen kleinen Zug durch die Gemeinde und trafen dabei wieder einmal auf eine tolle Reggae-Band. Mit einem Essen in einem netten Lokal am Hafen und einem Bier im Cockpit beendeten wir den Abend ganz zufrieden.

Ein Tag, den uns keiner mehr nehmen kann (von Harm)

Karibik 7.2..2015 Um 6 Uhr ist Aufstehen, zuerst haben wir wenig Wind und fahren mit Motor zu den 2 Pitons, die Wahrzeichen von St. Lucia. Die muss man einfach gesehen haben - weil sie auch das Wahrzeichen für die ganze Karibik sind - denn so etwas gibt es sonst nirgendwo. Dann kommt bei Sonnenschein ein schöner Wind auf, der uns nach Marigot trägt. Vorher machen wir in einer kleinen Bucht noch Halt. Zum ersten Mal in meinem Leben (Harm) schnorchel ich nach Fischen. Kleine tropische, lustige Fische sind zu sehen. Für mich ist das ein tolles Erlebnis, denn ich habe nicht ein einziges Mal Salzwasser geschluckt. Nach einer tollen Fahrt erreichen wir gegen Abend Marigot. Der zauberhafte Naturhafen bezaubert mich- es ist sehr ruhig, ein netter Hafenmeister kommt uns mit einem Schlauchboot entgegen und weist uns einen Platz zu. Die traumhafte Lage haben schon viele Reiche bemerkt - das sieht man an den riesigen Schiffen.
Nachdem wir gut festgemacht haben, will Paul einklarieren. Ich will mir das mal mit ansehen und fahre mit. Die Bürokratie ist schon beachtlich. 2 Büros nebeneinander sind aufzusuchen. Die Polizei natürlich auch. Von der Wiege bis zur Bahre Formulare, Formulare... Wir haben uns dann noch ein Eis gekauft, denn ich komme an keiner Eisbude ohne Kauf vorbei. Zurück auf dem Boot ist Dörte sauer, denn sie hat gedacht, wir hätten den ganzen Hafen schon erkundet. Sie beschließt das allein auf eigene Faust auch zu tun. Das dauert dann auch, aber danach ist sie wieder gut drauf. Als Dörte weg war, haben uns 2 schwimmende Fruchthändler besucht - Paul hat von beiden etwas gekauft, Orangen, Pampelmusen, Grapefruit und Mangos. Der Service ist traumhaft. Nebenbei konnte Paul dann erkunden, wo und wann "Happy Hour" ist. Am Abend ging es dann los. Da Dörte schon alles erkundet hatte, konnte sie uns auch das 5 Sterne Hotel "Capella" zeigen und die Bar, in der wir einen karibischen Cocktail tranken. Leider hatten die "keine" Happy Hour. Auf dem Rückweg zum Beiboot zeigte Dörte uns noch die nette Bar "Chateau Mygo", in der der sehr nette Hassan Barkeeper war. Hier haben wir uns die nötige Bettschwere geholt. Gut, dass Dörte den Hafen so gut auf eigene Faust erkundet hat. Sollte sie das womöglich immer so machen? Es war ein schöner Tag, den uns keiner mehr nehmen kann.

Montag, 9. Februar 2015

Harms erster Tag auf man suutje (von Harm entworfen)

Wir liegen im Hafen von Soufriere/ Saint Lucia, und Harm holen wir vom Flughafen Hewanarro im Süden von St. Lucia mit einem "standesgemässen" Geländewagen ab. Das von uns bestellte günstige Taxi entpuppt sich als ein Hochglanz-SUV mit abgedunkelten Scheiben und Klimaanlage. Das Auto erleichterte dann Harms „Akklimatisierung“ etwas, denn "to Hus fährt de Buer uk jümmer een Geländewaagen". Harm soll vorn einsteigen, damit er was sieht. Das will er auch, aber komischerweise sitzt vorne rechts der Fahrer - wegen Linksverkehr. Also ab auf die andere Seite. Die Rückfahrt über die Insel ist interessant. Die Berge werden größer, die z. T. ärmlichen Hütten der Einheimischen sind schön bunt - es ist überall etwas los. Man fragt sich immer wieder, wie die Menschen hier in den Bergen wohl ihren Lebensunterhalt verdienen. Auf dem Schiff angekommen verputzen wir die erste Portion von dem Schwarzbrot und der Mettwurst, die Harm mitgebracht hat. Das Importieren dieser heimatlichen Genüsse ist natürlich nicht erlaubt, aber dafür schmeckt es um so besser. Für Harm ist die erste Nacht sehr schaukelig. Das Schlafen ist in dieser Nacht wegen des anständigen Seegangs an der Mooringboje vor der Felswand nur im Liegen auf dem Rücken möglich - für ihn sehr ungewohnt.

Sonntag, 1. Februar 2015

Et hätt noch emol joot jejange ...

... oder alles ist in Ordnung. Die Nacht war ohne Zwischenfälle.
Wir segeln nachher 11 Seemeilen weiter zu den Pitons oder nach Souffriere.
See you.

Auf nach Saint Lucia

Bequia ...

Trinkwasser oder Diesel gefällig?

Collin bringt den reparierten Kickerbeschlag wieder an.

Oh, wie schön ist Bequia. Abschied, Glasklares Wasser mit Fischen direkt im Dorf an der Promenade.

Der Kindergarten macht einen Ausflug zum Baden


... verlassen wir um 6 Uhr in der Früh, damit wir die lange Strecke nach Saint Lucia vorbei an St Vincent an einem Tag schaffen. Es sind 3 – 4 Bft, später gute 5 aus ONO. Wir können wunderbar hoch am Wind in der Passage zwischen den Inseln segeln. Neben St Vincent ...


... nimmt der Wind leider ab und wir rollen die Fock weg und „motorsegeln“, denn wir möchten vor Einbruch der Dunkelheit in Vieux Fort an der Südostecke Saint Lucias in Ruhe den Anker werfen. Schade eigentlich dass wir uns sputen müssen. Der schönste Moment beim Segeln ist für uns doch der, wenn der Motor endlich ausgeht und Ruhe einkehrt. Aber „der Doyle“, der Revierführer, formuliert, so zurückhaltend wie er generell ist, für verschiedene Buchten in St Vincent deutliche Sicherheits-Vorbehalte, die allgemein von Berichten ortserfahrener Crews bestätigt werden; z.B.: „There were serious security concerns here for some years. I have been told the men responsible are now in jail, and people are staying here without a problem. If you want to be really safe [...], anchor in front of the ... Restaurant [...]. If you want to check with the local police, their number is ... .“ Usw. Es geht u.a. um bewaffnete Raubüberfälle auf Yachten. Und was zusätzlich sehr viele Crews einen Bogen um St Vincent machen lässt, sind die z.T. wohl hartnäckigen und aufgenötigten bis bedrohlichen Verkaufsofferten und -gespräche in den Buchten durch boat boys.

Diesen Situationen wollen wir uns nicht aussetzen. Die Karibik ist groß und weist viele schöne Ecken auf, die unproblematisch sind und die wir noch für uns entdecken können. Also nichts wie hin nach Vieux Fort auf Saint Lucia.

Dort angekommen macht uns eine Yacht das Anlegen im Fischereihafen vor, und wir tun es ihr nach.



Kulturschocks, die Mr Doyle Besuchern, die nur Touristenorte kennen, in Aussicht stellt, erleben wir hier nach unseren Rucksackreisen in Indien und Indonesien nicht mehr, wenn auch zugegebenermaßen Plastikmüll im und um den Hafen und die „Düfte“ bedauerlich sind. Die Menschen sind freundlich, wollen uns nichts verkaufen, sind nicht aufdringlich. Kinder spielen auf der Hafenmauer, die Mütter angeln mit den Vätern in der untergehenden Sonne. Wochenendstimmung auch bei unserem nächtlichen Spaziergang durch das Dorf. Eine schmale, asphaltierte, gefegte Hauptstraße mit tiefen Regenrinnen rechts und links; viele junge Menschen sitzen oder stehen vor den für unsere Augen ärmlichen Häusern. Sie unterhalten sich. Es ist friedlich und freundlich. Auch wir werden höflich gegrüßt. Nette Blickkontakte. Die Seitenstraßen besuchen wir aber lieber nicht, weil sie dunkel sind und bald sind wir auch schon wieder „zu Hause“. Der zuvorkommende junge Mann, der uns bei Ankunft die Leinen annahm, „bewacht“ unser Boot und versichert uns am nächsten, also heute Morgen, dass wir ruhig unsere Besorgungen machen können. Er passe auf und das Boot sei in Sicherheit. Gut. Das wollen wir zwar so gar nicht. Bevor wir losgehen, beeindruckt uns sein Bericht von dem bewaffneten Raubüberfall im letzten Jahr durch 4 einheimische junge Männer auf einer englischen Yacht mit dem Tod des Skippers allerdings schwer. Ist dies womöglich ein Security Mann und keineswegs nur ein hilfsbereiter Mensch?




Im Bus zum hübschen Nachbarort Laborie warnt uns dann wiederum eine aufgeschlossene Mitfahrerin und rät uns zu großer Vorsicht. Gut. Wir sind generell vorsichtig. Aber eine weitere Person berichtet von „bad guys from the ghetto“. Oha. Unsere Internetrecherche ergibt dann tatsächlich, dass Yachten speziell vor dem Ort Vieux Fort auf Saint Lucia wegen häufigerer Überfälle gewarnt werden. Noonsite, eine Website für weltweites Fahrtensegeln und selbst das Auswärtige Amt warnen neben St Vincent auch vor Saint Lucia.

Ach, du meine Güte. Auch das noch.
Wegsegeln wollen wir heute nicht mehr. Wir verholen uns vor Anker in die Bucht vor Vieux Fort. Es ist schön hier. Nur, einmal zusammengefasst: In unserem aufwendigen Bemühen, der Kriminalität aus dem Weg zu gehen, haben wir einen Volltreffer gelandet. Von den berüchtigten Buchten der beiden Inseln St. Vincent und St. Lucia haben wir wohl die berüchtigtste gefunden. Dafür liegen wir hier schön einsam. 😏
Immerhin haben wir ein Gitter für den Niedergang und eine Superzwille mit Kichererbsen als Überraschungsgeschoss. 


Außerdem glauben wir an das Gute im Menschen. Wir hatten einen schönen Tag und waren in Bussen, Läden, auf Marktplätzen und Straßen unter lauter freundlichen Menschen. 




Wir bleiben und schlafen ein wenig, leicht schaukelnd in der Mittagsruhe und Idylle vor Anker. Beim wieder Auftauchen aus dem Bootsinneren ins Cockpit, ruft Paul: Schau mal!
Surprise, surprise. In der uns umgebenden riesigen Bucht, die mehr als 50 Yachten Platz zum Ankern bieten würde, liegt nun direkt neben uns, keine 10 Meter entfernt, gewissermaßen auf Tuchfühlung eine amerikanische Yacht vor Anker. Wir lachen beide laut.