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Donnerstag, 5. März 2015

Anguilla und St Martin

Unser Ausflug mit Fabian und Carola von der Lagoon Marina/ Sint Maarten nach Anguilla ist auf einen Tag und eine Nacht beschränkt. Wir segeln 3 - 4 Stunden und finden gleich einen guten Ankerplatz auf türkisem Wasser in der Road Bay und vor der Einklarierungsbehörde. Baden. Anker abtauchen. Landgang. Samt-Strand unter den Füßen spüren. „Supermarché“ besuchen. Sundowner in "Le Bar". Abendessen im Cockpit. Morgens Ein- und Ausklarieren. Dorfrundgang durch das „Zentrum des Nachtlebens“ der Insel. Donnerwetter! Wenn das so ist, dann wäre Etelsen Monte Carlo. Aber: Wer will eigentlich nach Monte Carlo, wenn er oder sie nach Anguilla segelt? Wir nicht und deswegen sind wir auch nicht enttäuscht, wir wundern uns nur über den Hype der Hochglanzbroschüre. Uns gefällt das Dorf mit seinem spröden Charme.


Noch einmal Baden, Schnorcheln und Sonnenbaden. Am Nachmittag segeln wir nach St. Martin zurück und hier in die Marina Anse Marcel, weil Fabian und Carola heute morgen am direkt daneben gelegenen Flughafen den kleinen Karibikflug nach Guadeloupe nehmen. Die Marina Anse Marcel ist – nebenbei bemerkt – die schönste und beste Marina, die wir seit Santa Cruz der Tenerife besucht haben. Nun gut, es ist seitdem auch erst die dritte. Man ankert immer.

Hier die enge Hafeneinfahrt zwischen roter und grüner Tonne


Im Hintergrund Anguilla

Nun sind wir wieder alleine, Paul und ich. Die Zeit mit den Stuttgartern war harmonisch und fröhlich. Nun sortieren wir uns wieder: Was machen wir mit den nächsten zwei Monaten? British Virgin Islands? Oder nicht und dann stattdessen Inseln, Orte und Buchten zwischen Dominica und St Maarten anlaufen, an denen wir bisher vorbei gedüst sind? Deshalb: Lesen. Recherchieren. Überlegen. Seekarten studieren. Zunächst geht es aber um Schnödes, nichtsdestotrotz Wichtiges und davon gibt es einiges: Angefangen mit: Backskiste auswischen (hatte eine Couscouspackung darin verstreut). Oh lala. Das ist aufwendig mit all dem Proviant darin. Und in die Bilge hat sich der feine Gries beim Segeln mit viel Lage auch ganz prima verstreut. Also auch die Bodenbretter hoch! Die sind - klaro - angeschraubt und die Schrauben gehen – klaro - nicht raus... Also Bohrmaschine raus ... Das alles für die Kakerlakenprophylaxe. Die wir bisher nicht haben, die Kakerlaken.
Des weiteren?
Einen Haushalt hat man hier ja auch, wenn auch einen kleinen. So geht es also um Aufräumen, Wäsche waschen, Boot mit Süßwasser abspritzen, Proviant in den diversen Backskisten sichten, Grund-Proviant für die nächsten Wochen einkaufen, Flugrost wegpolieren, Gelbzeugschrank lüften, Segelbackskiste lüften, Lukendichtung ersetzen, Festmacher sichten und alte entsorgen und schon wieder um Abflugtickets und Termine zu Hause.

Bootsleben. Leben an Bord. Vagabundieren auf dem Wasser. Herrlich!