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Sonntag, 31. Mai 2015

Guadeloupe - Horta/Azoren

Einige Worte zur Überfahrt: 

Insgesamt war es eine rasante Fahrt, fast immer hoch am Wind, auf Backbord Bug. Der Wind selbst war immer so 5 - 6 Bft aus zu Anfang NO, dann über O nach SO und auch S. Zum Schluß allerdings leider auch aus O-NO, aus der Richtung, in die wir zu den Azoren wollten. Wir hatten nie mehr als 6 volle Windstärken, also keine Sturmstärke.

Positiv hervorzuheben sind: 
- die gute Mannschaft und Moral
- das stabile Verhalten des Schiffes auch unter schweren Bedingungen
- die nötige Vorsicht an Bord, wozu auch der Verzicht auf jedwede alkoholische Getränke und das Tragen von Rettungswesten und Sicherungsleinen bei Arbeiten auf dem Vorschiff zählen
- dadurch keine Verletzungen und auch keine Seekrankheit
- die gute Verpflegung zwischendurch; die Mahlzeiten waren immer das täglich Highlight
- die perfekte Arbeit unser Selbststeueranlage, die uns in der überwiegenden Zeit durch die See steuerte
- die jederzeit gute Energiebilanz dank der Einspeisung von Solar- und Windenergie

Weniger gut waren:
- die 4 Tage Gegenwind zum Ende des Törns
- unsere Unterschätzung des Dieselverbrauchs bei etwas höheren Motor-Drehzahlen,
  dadurch haben wir den Tank kurz vor dem Ziel leer gefahren und mussten mit nur 10 l Reserve bei fast völliger Windstille sehr vorsichtig mit dem Motoreinsatz sein.
  Für die letzten 15 Seemeilen haben wir deshalb 12 Stunden gebraucht!

Einige Bilder von unterwegs:
Auch bei viel Schräglage wird Filterkaffee bereitet...

Arbeiten am Boot immer mit Sicherungsleine...

der Fang einer stattlichen Goldmakrele von 1.05 m Länge...


Filettieren des Fisches als Teamwork


eine 1.5l Flasche Wasser zum Duschen...

Zwischendurch: Arbeiten am Motor, Überprüfung des Impellers...

Mitten auf dem Atlantik haben wir plötzlich etwas längliches, grünes am Ruderblatt hängen, es ist ein Tauchgang notwendig.

Die Ursache - ein Teil eines Fischernetzes. Dies haben wir dann in einem Müllsack an Deck verstaut und in Horta entsorgt.

Phone-Home: das Inmarsat Telefon, sieht aus wie ein Handy aus den 90er Jahren, war sehr nützlich...

Delfine zu Besuch...

Sehr erstaunt hat uns die Abwesenheit von Fliegenden Fischen. Diese waren nach ca. 5 Tagen schon vollständig verschwunden.

Sunset...

und Sunrise, jeden Tag auf's neue

Finally:
Das Gruppenbild auf der berühmten Kaimauer von Horta

und dann: ein Besuch im "Cafe Sport", der Kultkneipe auf den Azoren.

Die Insel Fajal macht einen sehr netten Eindruck. Mehr davon demnächst.

Freitag, 29. Mai 2015

Horta /Fajal / Azoren


Nach 18 Tagen und 16h kommen wir um 23:50h Karibik-Zeit (oder 3:50h Ortszeit) mitten in der Nacht in Horta an, es waren 2518 Seemeilen oder auch etwa 4700 km.
Die letzten Tage waren wegen ständigem Gegenwind etwas anstrengend, daher sind wir jetzt etwas erholungsbedürftig und melden uns morgen nochmal wieder etwas ausführlicher.

Donnerstag, 28. Mai 2015

19. Tag auf See zwischen Guadeloupe und den Azoren

Position        38° 23' N, 29° 13' W
Etmal           108 sm
Wind            ONO 4 -7 m/ sec (3 - 4 Bft)
Speed           2 - 5 kn
Luft               20°; bedeckt
Wasser         24.2°
Noch            29 sm bis Horta
NASA-Satellitenbild der Azoren
NASA-Satellitenbild der Azoren
Karte der Azoren
Um 10:20 Uhr Ortszeit haben Paul, Jürgen und Tede tatsächlich den ersten Wal gesichtet! Sie segeln (ohne Motor, weil sie Diesel sparen müssen) mit Sicht auf Faial und Pico in 25 sm Entfernung. Natürlich kreuzen sie gegen den Wind. Das Aufkreuzen sei bei den mäßigen Winden sehr tough, simsen sie. In Erwartung eines Bieres im Café Sport grüßen sie herzlich Freunde und Familie - in dem, wie sie schreiben, hoffentlich letzten Report von dem 19-tägigen Törn von Guadeloupe/ Kleine Antillen nach Horta auf Faial/ Azoren.

Mittwoch, 27. Mai 2015

18. Tag auf See zwischen Guadeloupe und Horta/ Azoren

SMS um 11:30 h UTC:
Moin,rauhe nacht - 8-11 msec wind; schauer, wellen. Aber - guter
fortschritt, jetzt nur noch 132 sm, temp nur 19 grd

SMS um 13 h UTC:
kurs 80 grd, letzter tag: ca 16h motor, 120 l dieselreserve nachgefuellt;
mannschaft ist reif fuer horta

Position        38° 04' N, 31° 15' W
Etmal           104 sm
Wind            NO - ONO 5 -10 m/ sec (3 - 6 Bft)
Speed           4 - 5 kn
Luft               21°; bedeckt
Wasser         24.4°
Noch            125 sm bis Horta  

Genau wie gestern haben die Jungs auf man suutje flott gesegelt, aber in den letzten 24 Stunden haben sie zusätzlich wieder guten Raumgewinn gemacht: Sie haben sich um 96 Seemeilen dem Ziel Horta genähert. Wenn das "Glück"/ die Windrichtung anhält, könnten sie es bis Morgen nach Horta schaffen. Es bleibt spannend. Ob es ihnen gelingt, nicht nachts in Horta, einem ihnen unbekannter Hafen, einzulaufen? 
Und immer wieder hört man von Begegnungen mit Walen um die Azoren herum. Da würde man den Jungs erstens natürlich wünschen, dass sie die Wale auch sehen können.
Und zweitens, dass sie nachts nicht gegen einen schlafenden Wal segeln. Das wäre nicht nur schade für den Wal, sondern auch gefährlich für den Schiffsrumpf.
Nun, wir wissen nicht, ob die Mannschaft - "reif für Horta", wie Paul schreibt - überhaupt noch Sinn für Naturschauspiele und -wunder hat. Denn "rauhe nacht - 8 -11 msec wind; schauer, wellen. ... 19 grd" kann man sich so vorstellen: Man suutje stampft unter gerefften Segeln bei viel Lage nachts gegen starken Wind von Welle zu Welle bei Schauern und Schauerböen. Die Wellen machen Krach im Schiff. Wenn das Schiff nicht zu schräg segelt, wird der Motor angeworfen und dröhnt auch noch ein bisschen mit. Draußen reißt der Wind heulend die Haare nach hinten. Es wird immer wieder etwas Seewasser seinen Weg über die Sprayhood ins Cockpit finden. Bei 19 Grad sind nachts die langen Unterhosen und das Gelbzeug dran. Es geht hoch und runter. Vorne im Bug ist an Schlaf wegen der Berg- und Talfahrt nicht zu denken. Wahrscheinlich hat Paul sich eine Koje an Backbord im Salon (Jürgen schläft an Steuerbord und Tede achtern) eingerichtet. ...

Wir wünschen ihnen von Herzen ein Ankommen in Horta und erholsame Tage! Oder?
Man suutje ist 125 Seemeilen westlich von Horta

Dienstag, 26. Mai 2015

17. Tag auf See zwischen Guadeloupe und Horta/ Azoren

Die letzte Email von gestern 20:28 h UTC (21:28 h in Deutschland) hieß:

"
Eta wohl eher do, jetzt motorsegeln, ansonsten nur 60 sm pro tag."

Übersetzt: Estimated Time of Arrival (Eta wird vom Plotter berechnet und angezeigt), also die geschätzte Ankunftszeit, wird wohl eher Donnerstag als Dienstag, wie noch vor 2 Tagen oder Mittwoch, wie noch gestern gedacht, sein. Die man suutje-Belegschaft segelt nämlich mit Motorunterstützung gegen den Wind, kommt aber gestern insgesamt nur 60 Seemeilen voran.

SMS heute um 13 h UTC:
muehsames aufkreuzen! gestern bei lage luft in dieselzufuhr, heute
nachfuellen, entlueftung. fast 12h wind 5-10 msec aus oso- guenstig.

Position        38° 12' N, 33° 18' W
Etmal           117 sm
Wind            OSO - O - ONO 5 -11 m/ sec (3 - 6 Bft)
Speed           4 - 5 kn
Luft               21°; bedeckt
Wasser         24.6°
Noch            221 sm

Das heißt, die man suutje-Jungs haben eine gute Tagesstrecke von 117 Seemeilen hin und her gesegelt, sind ihrem Ziel Horta aber nur um 54 Seemeilen näher gekommen.

SMS um 14:20 h UTC: 
He loeppt! (Er, der Motor, läuft. - Für die Nicht-Plattdeutschen unter Euch.) Dieselgeschmack ist etwas gewoehnungsbeduerftig. Nun 110 grd, 5 kn, wind aus 80 grd, 20 kn


Nanni Diesel 4220HE – 50 PS (neu 1993) 

Tede, Jürgen und Paul waren heute morgen mit man suutje auf der Isobare, die fast durch das Ziel Horta auf Faial geht. Sie müssen in den letzten Tagen vor Ankunft leider immer gegen den Wind ankreuzen.

Montag, 25. Mai 2015

16. Tag auf See zwischen Guadeloupe und Horta/ Azoren

Position        37° 34' N, 34° 2' W
Etmal           106 sm
Wind            O - ONO 5 -10 m/ sec (3 - 5 Bft)
Kurs             70°
Speed           4 - 5 kn
Luft               22°; bedeckt
Wasser         24.9°
Noch            275 sm

SMS von Bord um 13:00 UTC: "Jetzt 8 h mühsames Aufkreuzen, 18 h mit Motorunterstützung, gegen Wind und Welle. Gestern 2 Delfine und -  Tralafiti hat uns unter Motor überholt."

Noch kein Land in Sicht. Fast 3 Wochen nur Meer so weit das Auge reicht. Wie ist das?
Für Ernst Jürgen und Elga Koch war es so:
"Wache folgte auf Wache. Unsere Müdigkeit nahm schnell zu. Doch gleichzeitig wuchs unser Selbstvertrauen. Unser Anpassungsvermögen machte das Leben auf dem nie bewegungslosen Schiff jeden Tag etwas erträglicher. Wir wurden froh des Windes und des Schiffes, das sprühend durch die blauen Seen zog als Zeichen unseres Willens im Dreiklang von Wasser, Horizont und Himmel. Achteraus versank [...] was belastend und hemmend auf unseren Seelen gelegen hatte. Wir waren auf See, eingespannt in unser geordnetes Bordleben, eingelassen in eine Freiheit, die der Atlantik mit grenzenlosem Raum vor uns ausbreitete." Hundeleben in Herrlichkeit, 1964, das Buch über ihre 3-jährige Weltumseglung

Sonntag, 24. Mai 2015

15. Tag auf See zwischen Guadeloupe und Horta/ Azoren

Position        36° 52' N, 36° 04' W
Etmal           118 sm
Wind            OSO 3 -5 m/ sec (3 Bft)
Kurs             70°
Speed           5 kn
Luft               22°; sonnig, herrliches Wetter
Wasser         25°
Noch            365 sm
Luftdruck      1036 Mb

Die Jungs sind jetzt auf der Höhe der südöstlichsten Azoreninsel und unter dem Pfeil links neben "NOW" in der Navigationsleiste, d. h. an der Schnittstelle der beiden Linien. Also schon gut im unteren Ende des inneren Hochdruck-"Ei"es.
In 2 von den heutigen 3 SMS betonen sie, dass das Wetter herrlich ist, also scheinen sie es zu genießen.

Preisfrage: Warum ist das Wasser mitten auf dem Atlantik im Mai so warm?

Ungefähr das erwartet man suutje und Crew morgen und übermorgen:
Pfingstmontag, den 25. 5. 2015
NO - O 4 Bft, in Böen 5, später 5 - 6. See: 1,5 - 1,8 m. Leicht bewölkt

Dienstag, den 26. 5. 2015
NO - O nachts 4 -5 Bft, tagsüber 5 Bft, in Böen 5 -6. See: 1,5 - 2 m. Bewölkt

Hört sich spontan gut an, ist es aber nicht. Sie müssen ja gegen den Wind an. Wenn der Wind leichter wäre... Gegen 5 in Böen 5 -6 zu segeln ist schwierig. Es bedeutet viel Lage beim Kreuzen und nur gemächlicher Raumgewinn. Aber irgend etwas schiebt doch von hinten? Richtig! Das ist die Antwort auf die Preisfrage.

Samstag, 23. Mai 2015

14. Tag auf See zwischen Guadeloupe und Horta/ Azoren

Position        35° 46' N, 37° 57' W
Etmal           120 sm
Wind            S 4 - 9 m/sec (3 - 5 Bft)
Kurs             50°
Speed           4 kn
Luft               21°; diesig
Wasser         25,2°
Noch            475 sm
Luftdruck      1036 Mb

Die Temperaturen sind mittlerweile so gesunken, dass Tede, Jürgen und Paul sich in den Nachtwachen warme Unterwäsche anziehen. Bis zum Morgen war der Wind 15 Stunden lang aus Ost gekommen, danach kam er wieder aus Südost. Die erwartete Ankunftszeit ist wahrscheinlich nicht mehr Dienstag; momentan sieht es nach Mittwoch aus.
Man suutje ist hier: Breite: Auf der Höhe zwischen Madeira und Gibraltar; Länge: Etwa zwischen der ersten und der 2. Isobarenlinie, dort wo der Wind SO ist.

Freitag, 22. Mai 2015

13. Tag auf See zwischen Guadeloupe und Horta/ Azoren

Position        34° 29' N, 39° 40' W
Etmal           134 sm
Wind            SO 5 - 6 m/sec (4 - 5 Bft)
Kurs             62°
Speed           5,5 kn (4 Bft)
Luft               23°; sonnig
Wasser         23,3°
Noch            583 sm
Luftdruck     1023 Mb

Die Sonne geht schon um 3:30 Uhr auf. Die Borduhren stehen aber noch auf der Zeitzone von Guadeloupe.
Die Drei an Bord haben wieder eine Nacht hinter sich. Nachts gehen sie Wache: 3-Stunden-Wachen 18 - 21 Uhr, 21 -24 Uhr,12 -3 Uhr und 3 - 6 Uhr. Gestern mussten sie wegen Flaute 4 Stunden motoren. Heute Morgen finden sie diese Windbedingungen vor:
Sie sind am östlichen Rand dieses Wolkenbandes etwas nördlich der Höhe von Madeira. Die Vorhersagedaten von UGRIP entsprechen der Realität, wie Paul mir simst.
Die Anwesenheit eines Seglers in ca 1 sm an Steuerbord überrascht die Jungs, denn das Boot ist nicht mit AIS Signal auf dem Plotter zu sehen und auch nicht per UKW zu erreichen.

Manchmal denke ich, wie viel spannender der Blog wäre, wenn er direkt von den Dreien geschrieben werden könnte. Unsere Kommunikation besteht aus reiner Kurzinformation: Per SMS oder 1-Minuten-Anrufen, in denen die Hälfte der Zeit mit geduldigem Warten auf die jeweils verzögerten Antworten verstreicht. Eine wirkliche Unterhaltung ist nicht möglich. Einige Sätze müssen wegen Störungen wiederholt werden. Es ist super toll, dass es Satellitenhandys gibt. Zur Beruhigung der Geister (meiner hauptsächlich) reicht die reine Informationsübermittlung durchaus. Wenn ich in brisanten Wetterlagen höre, dass alles in Ordnung und die Laune gut ist, prima! Um einen Blog interessant und spannend zu machen und mit Leben zu füllen, reicht es allerdings nicht. Schade. Ob die Jungs wohl Tagebuch schreiben, um die unwiederbringlichen Momente dieser für sie wahrscheinlich einmaligen Atlantiküberquerung West - Ost für sich selber fest zu halten?

Donnerstag, 21. Mai 2015

12. Tag auf See zwischen Guadeloupe und Horta/ Azoren

Position        33° 39' N, 42° 00' W
Etmal           160 sm
Wind            S 7 - 9 m/sec (4 - 5 Bft)
Speed           7 kn
Kurs             65 - 70°
Luft               24°; sonnig
Wasser         22,4°
Noch            710 sm

Also alles gut! Die Stimmung an Bord ist bestens. Die Geschwindigkeit super gut. Die Crew rechnet mit Ankunft auf Horta am Dienstag.
Gestern Abend ist der Wind schon gegen 21 Uhr abgeflaut auf 4 Bft.
Auf diesem Schaubild ist man suutje östlich des Schauerbands auf der Höhe von Madeira.

Mittwoch, 20. Mai 2015

11. Tag auf See zwischen Guadeloupe und Horta/ Azoren

Man suutje, Jürgen, Tede und Paul stecken seit gestern Abend mitten in dem Schauerband, das ihnen 10 - 12 m/ sec Wind (6 Bft) gebracht hat und das sie mit 2-fach gerefftem Großsegel und gereffter Fock segeln lässt. Wenigstens ist es kein vorlicher, sondern raumer bis halber Wind; also er kommt schräg von hinten oder von der Seite.
SMS von 8:27 lokale Zeit: "Letzte 18 Stunden stabile Bft 6 aus S, immer 7-8 kn mit 2 Reffs und gereffter Fock. Dunkle Nacht, bewölkt, Schauer; Neumond."  Dies wäre exakt die Situation, in der ich, wenn ich dort wäre, mich fragte, warum ich so etwas wie Segeln überhaupt mache; eine Situation, die zwar medaillenträchtig aber spaßfrei ist, auch wenn die Wellen z. Zt. nicht annähernd so hoch sind wie hier sondern nur 2 - 2,5 m.
"Manchmal denke ich, dass Fußball auch ein schöner Sport sein kann."
Ob die Jungs dem Ritt durch Wind und Wasser die positiven, sportlichen Seiten abgewinnen können?
Sie jagen nämlich förmlich mit 7 - 8 Knoten Geschwindigkeit durch die Meerlandschaft; bisher noch in 60 Grad-Richtung. Die Meteorologin der Seewetterberatung rät in der heute angeforderten Törnberatung zu beinahe 90 Grad, also fast nach Ost, obwohl die man suutje Crew noch nicht auf der Höhe der Azoren ist. Nein, die Drei sollen mit Kurs Ost ein wenig den teils kräftigen Schauern ausweichen, in denen örtlich auch Gewitter stecken.
Das oben erwähnte "Schauerband" ist kein psychologischer Terminus sondern hier als bläulicher Schatten mit rötlichen Gewitterspuren deutlich zu erkennen:

Wenn Paul mir heute früh simst: "Deine Inmarsat-Nachladung ist angekommen.Wetter wird verdaut." ist diese Lakonie nicht nur der SMS-typischen Ausdrückskürze geschuldet. Denn nachdem das Schauerband überwunden bzw durchlitten ist, dreht der Wind ab Samstag in östliche Richtungen. Da man, wie jeder weiß, nicht gegen den Wind segeln kann, wird man suutje in Richtung Azoren kreuzen müssen. Zickzack-Segeln verlängert die Strecke wesentlich. Mal sehen, wie es weiter geht.

Position        32° 34' N, 44° 50' W
Etmal           141 sm
Kurs             60 Grad
Wind            S 10 - 12 m/ sec (6 Bft)
Noch            865 sm bis Horta/ Azoren 

SMS von man suutje um 19:30 Uhr: "Jetzt vorsichtshalber 3. Reff im Groß, 11 -12 m/ sec, trotzdem noch 7 Knoten [Fahrt durch Wasser]. Luft 24°, Wasser 22.5°; Mannschaft wohlauf." Na bitte.

Dienstag, 19. Mai 2015

10. Tag auf See zwischen Guadeloupe und den Azoren

Position        31° 32' N, 47° 15' W
Etmal           111 sm
Kurs             60 Grad
Wind            SW 12 kn 4 (Bft), heute Morgen Schauerböen bis 25kn (6 Bft)
Noch            1004 sm bis Horta/ Azoren 

Hier wie üblich die Wetterlage gegen Sonnenaufgang bei man suutje:

Die Stimmung an Bord ist gut. Gestern Abend fuhren die Jungs bei 3 Bft aus SW, also von achtern in die Nacht hinein. Sie waren begeistert von dem schön glatten Wasser, das sie mit guten 5 Knoten Fahrt dahin gleiten ließ. Am Morgen konnten sie für 5 Stunden den Blister, ein großes leichtes buntes Vorsegel, stehen lassen.

Hier noch ein kleiner Cartoon. Wir haben in der Karibik jedes Riff verfehlt und das Damoklesschwert der Strandung auf einem Riff tangiert man suutje fortan nicht mehr, aber Sommer, Sonne, Palmen gehören mit der wachsenden Distanz zur Karibik vorläufig auch der Vergangenheit an ...
Lieber Käpt´n Prüsse! Ich war in Ihrem C-Schein-Kurs ein aufmerksamer Schüler ...

Montag, 18. Mai 2015

9. Tag auf See zwischen Guadeloupe und den Azoren

Position        30° 56' N, 49° 11' W
Etmal           118 sm
Wind            SW 12 kn
Wasser         23.2 Grad
Noch            1100 sm bis Horta/ Azoren  

Die Bedieneinheit der Simrad Selbststeueranlage hat einen leichten Stoß bekommen und spinnt seitdem (gestern nachmittag) etwas. Außerdem musste der Flautenschieber (Motor) stundenlang helfen. Ansonsten ist alles gut auf man suutje
Ihre Position hier auf der UGRIB Karte ist ungefähr südlich des Zentrum des Tiefs südöstlich von Neufundland und auf der Höhe der halben Strecke zwischen Madeira und den Kanarischen Inseln. Alles klar? Die Crew hat also das erste Wolkenband hinter sich, hat zur Zeit ganz guten achterlichen Wind, der bis Mittwoch etwas zunehmen wird und dann müssen die Jungs sich bis in die Nacht noch einmal auf Schauer und entsprechende Böen einstellen. Am Freitag und Samstag sieht es laut UGRIP allerdings leider nach viel Flaute aus.

Sonntag, 17. Mai 2015

8. Tag auf See zwischen Guadeloupe und den Azoren

Position        30° 04' N, 51° 10' W
Etmal           113 sm
Kurs             50 Grad
Wind            SW 5 - 7 m/ sec
Noch            1215 sm bis Horta/ Azoren            

SMS von Samstag, 16. 5. 2015 um 16:05: "Erst gewaltige Regenfälle, starke Böen, jetzt seit 8 h unter Motor, 3 - 4 m/ sec aus NW. Premiere: Lange Hose, Fleecepulli. Die Front ist durch! Warten auf Wind."
SMS von Sonntag, 17. 5. 2015 um 00:45: "Jetzt moderater Wind, 6 -9 m/ sec. Und - Kicker vom Mast gekommen! Sch...kicker! Durch Talje ersetzt. Morgen Bergfest."

Heute morgen höre ich endlich mal wieder Pauls Stimme am Telefon. Demnach hat man suutje bei SW 5 - 6 m/ sec zwar richtig gute 4 -5 kn Fahrt, aber diese Geschwindigkeit wird an Bord mittlerweile als langsam empfunden. Tagsüber kann man sich mal mit bloßem Oberkörper an Bord aufhalten, aber prinzipiell sind die Socken wieder aus dem Schapp geholt und die Bettdecken sind wieder in den Bettbezügen. Die gestrigen Regenfälle hielten stundenlang an und enorme Wassermengen spülten alles Salz vom Schiff. Heute nachmittag gibt es für Tede, Jürgen und Paul je ein Glas Rumpunch (bei sonst prinzipieller Alkoholabstinenz beim Segeln). Damit feiern sie die Halbzeit auf dem Törn zu den Azoren. Es geht also "bergab".

Samstag, 16. Mai 2015

7. Tag auf See zwischen Guadeloupe und den Azoren

Position        28° 52' N, 52° 45' W
Etmal           135 sm
Noch 1320 sn bis Horta

SMS gestern um 16:39 h: "Wechselbad: Wolken, starke Schauer, Böen bis 13 m/sec; phasenweise kein Wind. Bisher weniger als eine Stunde motort."

SMS spät am Abend: "5 m Fischernetz an Schraube. Tede hat getaucht. Die Welle war die Herausforderung. Tede ist ein guter Taucher/ Schwimmer. Und - Fischcurry à la Dörte."

Voraussage für heute: W + WNW 4 in Böen 5 -6 + 6, See: 1,50 m, morgens bewölkt, Regenschauer; ab 12 h UTC trocken, 21 °

Freitag, 15. Mai 2015

6. Tag auf See zwischen Guadeloupe und den Azoren

Position        27° 52' N, 55° 05' W
Etmal           139 sm (total 884)
Wind            SO 8 - 10m/sec (5 Bft); Schauer
Kurs             60°
Wasser         26,2°

Gestern bereiteten die Jungs sich den Mahi Mahi mit Paprika und Zwiebeln zu und es war lecker. Die SMS teilte mir die gestrige Positionsmeldung nebenbei mit, die hier erst um 22:15 eintrudelte. Also gestern, Donnerstag den 14. 5. 2015:
Position        26° 56' N, 57° 15' W
Etmal            135 sm
Kurs             60 Grad
Zurückgelegte Strecke seit Guadeloupe am Samstag, den 9. Mai 2015:    745 sm

Außerdem haben sie all meine short messages auf das Inmarsat Handy erhalten, mit denen ich ihnen das Update der Törnberatung von Wetterwelt häppchenweise übermittelte. Gut. Die Wetterentwicklung hat sich laut UGRIB auch etwas entspannt, sodass man fast erwarten kann, dass den Jungs heute Gewitter mit Böen von 7 Bft erspart bleiben; zumal sie zwar sehr weit und schnell gesegelt sind, aber mit ihrem Aufenthaltsbereich bei 27° 50' südlich der Gewitterzone bleiben. Gut.

So sieht es laut UGRIB dort aus, wenn die Sonne aufgeht. Ich stelle diese Wetterseiten gerne täglich hier in den Blog, weil er für uns auch ein bisschen Tagebuch ist und die Jungs sich später vielleicht mal darüber freuen werden. Denn sie segeln seit ihrer Abfahrt ohne diese visuelle Orientierung zwischen Hochs und Tiefs und Isobaren. Später werden sie so etwas sagen können wie: "Hei, schau mal. Gut dass wir den ersten Mahi Mahi bei 26° 56 N' gegessen haben. 100 sm weiter nördlich wäre er uns vom Tisch gerutscht."
Auf der Hinfahrt ging es dem Sonnenuntergang entgegen, wie hier im Archivbild, und nun segelt man suutje dem Sonnenaufgang entgegen. Auch schön.

Donnerstag, 14. Mai 2015

5.Tag auf See von Guadeloupe zu den Azoren

Heute habe ich leider keine Positionsangabe von der man suutje-Crew bekommen und auch keinen Anruf, sondern nur diese sms:

"7:15h:mahi-m1,05m, reicht wohl 3 tage.gestern etwas motorbastelei. nachbar
win2win in 8sm neben uns." 

Dann wird es ihnen schon gut gehen! "mahi-m1,05m" heißt, dass sie eine Gemeine Goldmakrele von 1,05 m Länge geangelt haben und sie sich 3 Tage lang gut schmecken lassen.
Archivbild

Paul bat mich gestern, eine zweite 7-Tage-Törnberatung von Wetterwelt für Freitag/ Samstag zu ordern. Am Telefon wurde mir mitgeteilt, dass die Firma wegen des langen (Segel)Wochenendes dazu keine Zeit habe. Es wurde mir ein Update der bisherigen 7-Tage-Törnberatung vorgeschlagen, das ich gestern gleich zugemailt bekam. Immer 160-zeichenweise simste ich der Crew das Update auf das Satellitenhandy, bekam aber bisher keine Bestätigung, dass sie die Informationen auch erhalten haben. Es zieht ein Tief heran, an dessen südlichem Rand sich die Jungs halten sollen, um dem Tief so gut es geht auszuweichen und trotzdem das gute W -SW-liche Windfeld auszunutzen. Leider müssen sie sich am Freitag auf Böen bis 30kn in Verbindung mit Schauern und Gewittern gefasst machen. Das sind 7 Bft. Die Dünung geht aber nur auf 2-2.50m rauf und der Wind ist südlich und westlich, also achterlich, was viel besser abzuwettern ist als vorlicher Wind.

sy.win2win konnte ich googeln. Das Boot kommt schon von Sint Maarten, hat eine niederländische Crew, ist eine Winner 1120 und kann über SSB Radio Wetternachrichten empfangen. Vielleicht nehmen die beiden Boote einmal Kontakt über UKW zueinander auf?

Mittwoch, 13. Mai 2015

4. Tag auf See von Guadeloupe zu den Azoren

Position        25° 42' N, 59° 14' W
Etmal           142 sm
Kurs            25 Grad
Wind            OSO 4 Bft
Noch            1720 sm bis Horta/ Azoren
Luft               27,4°
Wetter           Sehr schön: Blauer Himmel und Sonne

Das Foto ist aus dem Archiv, von der Ost-West-Atlantiküberquerung Dezember 2014. So viel anders wird es bei Jürgen, Tede und Paul heute nicht sein.
Paul berichtet, dass die man suutje-Crew wie verabredet jeden Tag einmal mit Torsten von Merlin per Satphone telefoniert. Merlin legt rund 100 sm am Tag zurück und ist auch gut unterwegs.Tralafiti ist außer Hörweite. Abgesehen davon ist bisher kein anderes Schiff weit und breit zu sehen gewesen; auch nicht als Signal auf dem Plotter.
Fische zeigen bisher auch kein Interesse an dem verlockenden und erprobten Köder. Da nur wenige Fliegende Fische das Weite über der Wasseroberfläche suchen, gibt es vermutlich nur wenige leckere Raubfische unter Wasser, die sie aus dem Wasser jagen ...
Das ist vielleicht sogar von Vorteil, denn bisher hat Jürgen jeden Tag auch ohne frischen Fisch lecker gekocht. Es gibt immer frische Sachen zu essen und die (reichlich vorhandenen) Vorräte bleiben unangetastet im Schapp.
Zur Zeit haben sowohl das UKW-Gerät als auch das AIS nur eine Reichweite von 10 - 12 sm. Ob es an der Antenne liegt oder an sonstigen Kabeln? Dem werden die "Jungs" sicher versuchen, auf den Grund zu gehen. Zeit genug für so etwas ist ja.
Paul berichtet außerdem, dass die Batterien per Windgenerator und Solarpaneele immer zu 80 -100% geladen sind. Das freut die Crew, muss doch kein Motor knatternd dafür sorgen, dass Plotter mit AIS, Windmessgeräte, Selbststeueranlage und Kühlschrank immer ihren Dienst tun können.

So sieht der Wind heute zur Zeit von Pauls Anruf um 14 Uhr aus.

Dienstag, 12. Mai 2015

3. Tag auf See von Guadeloupe zu den Azoren

Position        23° 36' N, 60° 06' W
Etmal           150 sm
Kurs            15 Grad
Wind            O 5 Bft
Noch            1830 sm bis Horta/ Azoren
Wasser         27,5°

Dieses sind wie üblich die Daten, die Paul mir (Dörte) per Satellitenhandy und SMS übermittelt. Er schickt sie früh morgens zwischen 6 und 8 Uhr. Dann ist es bei uns 12 - 14 Uhr.

Wie jeden Morgen werfe ich mit dem ersten Kaffee den Computer an und studiere die aktuelle Wetterlage auf dem Nordatlantik per UGRIB und www.passageweather.com


Hier sieht man das sich abschwächende Tief bei den Azoren und das umfangreiche Hoch weiter westlich, das in Richtung Ost ziehen wird. Man sieht auch schön, dass der direkte Kurs von den Kleinen Antillen zu den Azoren nicht anlegbar ist. Man suutje und unsere Lieben befinden sich am unteren Rand des Hochs und somit im konstanten Ostwind. Deshalb segeln sie nach NNO, versuchen aber so viel Höhe wie möglich (nach Ost) zu gewinnen. 
Die Bermudas sieht man als Kleinen Punkt bei 32° 4' N, 64° 6' W. Dort haben sich Amazone mit den Bremern Antje und Ingo und eine kleine deutsche Flotte (Anne, Lubini, Rote Grütze, Takamaka und Muline) versammelt. Sie schauen sich die Bermudas an, feiern das Ankommen und die Gemeinschaft, wie man ihren Blogs entnehmen kann, und bereiten sich auf den Törn zu den Azoren vor. Ingo hat schon mal eine große Inspektion am Motor vorgenommen (Moin Ingo!).

Die man suutje-Crew wird weiterhin NNöstlich segeln und dann versuchen, sich am westlichen und nördlichen Rand des Hochs in den südlichen oder Westwind bis zu den Azoren einzufädeln. Dabei möchte sie möglichst nicht so weit nach Norden segeln, denn je weiter nördlich, desto eher kann sie mal der untere Rand eines von West nach Ost ziehenden Tiefs mit eventuell ungemütlich viel Wind erwischen.


In diesem Screenshot - die Windvorhersage für Mittwoch 18 Uhr - hat sich das nächste Tief über Neufundland zusammen gebraut. Es wird nach Osten ziehen, bleibt jedoch nördlich von 35° N und wird, wenn Ihr mal selber auf UGRIB schaut, im weiteren Verlauf vom dominanten Azorenhoch nach NO abgedrängt.

Liebe Grüße an Euch vor den Bildschirmen! Bis morgen!




Montag, 11. Mai 2015

2.Tag auf See von Guadeloupe zu den Azoren


Position        21° 13' N, 60° 40' W
Etmal           165 sm
Kurs            12 Grad
Wind            O + ONO 5 Bft
Noch            1940 sm bis Horta/ Azoren
Sonnenaufgang   5: 15 Uhr
Wasser         28°
Luft               26°

Per SMS und Anruf über das Satellitenhandy teilt Paul mir (Dörte) folgendes mit:
man suutje ist in flotter Fahrt. Sie nimmt viel Wasser über. Leider leckt unsere Vorschiffsluke geringfügig. (= wo Paul schläft. Jürgen schläft im Salon an Steuerbord und Tede achtern in der Gästekajüte.)

Frank mit SY Tralafiti - ebenfalls vorgestern in Deshaies gestartet und einhand auf dem Weg zu den Azoren - passierten sie gestern.

Es deutet sich laut Paul schon an, dass der Wind etwas abnimmt und sich bei östlichen 4 - 5 Bft einpendelt. Von Wetterwelt vorhergesagt sind für Dienstag O + ONO 4 - 5, in Böen 5 + 5 - 6. Die aktuellen Grib-Daten bestätigen dies.

Jürgen sorgt heute für das leibliche Wohl; er hat der Mannschaft etwas Warmes serviert.

Die Drei sind wohlauf und gut gelaunt und lassen Freunde und Familie grüßen.

Sonntag, 10. Mai 2015

1. Tag auf See von Guadeloupe zu den Azoren

Position       18° 37' N, 61° 12' W
Etmal           153 sm
Kurs             20 Grad
Wind            O 5 -6 Bft
Noch            2065 sm bis Horta/ Azoren

Gestern, am Samstag, den 9. Mai 2015 haben Paul, Jürgen und Tede in Deshaies auf Guadeloupe den Anker um 8 Uhr morgens gelichtet und ihre Atlantiküberquerung von West nach Ost mit dem Ziel südenglische Küste und mit einem Zwischenstopp auf den Azoren begonnen.

Um 16:07 verabschiedeten sie sich von mir (Dörte) mit der letzten SMS von der NO Spitze von Antigua. Sie segelten schnelle 5 -6 Knoten und hatten Torsten mit seiner Yacht Merlin als AIS Zeichen auf dem Plotter, der parallel zu ihnen auf gleichem Kurs auch auf dem Weg zu den Azoren ist.

Samstag, 9. Mai 2015

Azores olé!

Morgen früh geht es von Deshaies/Guadeloupe aus los zu den Azoren.
Die Lebensmittelschapps sind alle randvoll gefüllt, ca. 640 l Wasser sind vorrätig sowie auch genügend Diesel (350 l), um zur Not einige Tage mit Motor fahren zu können.

Im Prinzip segeln wir vom 18. Breitengrad aus Richtung Norden, immer am Westrand des Azorenhochs entlang, bis wir schließlich vielleicht auf 30 Grad Nord langsam die Richtung zu den Azoren einschlagen können. Auf dem direkten Weg sind es 2150 sm von hier (so knappe 4000 km). Wegen der Umwege werden es wohl mehr.


Die Mannschaft ist guter Stimmung und wir verlassen Guadeloupe nur ungerne, es war sehr schön hier. Jürgen und Tede sind speziell vom Klima, dem ruhigen Ankerplatz und der schönen Umgebung angetan. Wir werden die Schildkröten, die Fregattvögel und Pelikane und die nette Ortschaft mit ihren freundlichen Einwohnern vermissen und diese Insel in guter Erinnerung behalten.