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Freitag, 22. Mai 2015

13. Tag auf See zwischen Guadeloupe und Horta/ Azoren

Position        34° 29' N, 39° 40' W
Etmal           134 sm
Wind            SO 5 - 6 m/sec (4 - 5 Bft)
Kurs             62°
Speed           5,5 kn (4 Bft)
Luft               23°; sonnig
Wasser         23,3°
Noch            583 sm
Luftdruck     1023 Mb

Die Sonne geht schon um 3:30 Uhr auf. Die Borduhren stehen aber noch auf der Zeitzone von Guadeloupe.
Die Drei an Bord haben wieder eine Nacht hinter sich. Nachts gehen sie Wache: 3-Stunden-Wachen 18 - 21 Uhr, 21 -24 Uhr,12 -3 Uhr und 3 - 6 Uhr. Gestern mussten sie wegen Flaute 4 Stunden motoren. Heute Morgen finden sie diese Windbedingungen vor:
Sie sind am östlichen Rand dieses Wolkenbandes etwas nördlich der Höhe von Madeira. Die Vorhersagedaten von UGRIP entsprechen der Realität, wie Paul mir simst.
Die Anwesenheit eines Seglers in ca 1 sm an Steuerbord überrascht die Jungs, denn das Boot ist nicht mit AIS Signal auf dem Plotter zu sehen und auch nicht per UKW zu erreichen.

Manchmal denke ich, wie viel spannender der Blog wäre, wenn er direkt von den Dreien geschrieben werden könnte. Unsere Kommunikation besteht aus reiner Kurzinformation: Per SMS oder 1-Minuten-Anrufen, in denen die Hälfte der Zeit mit geduldigem Warten auf die jeweils verzögerten Antworten verstreicht. Eine wirkliche Unterhaltung ist nicht möglich. Einige Sätze müssen wegen Störungen wiederholt werden. Es ist super toll, dass es Satellitenhandys gibt. Zur Beruhigung der Geister (meiner hauptsächlich) reicht die reine Informationsübermittlung durchaus. Wenn ich in brisanten Wetterlagen höre, dass alles in Ordnung und die Laune gut ist, prima! Um einen Blog interessant und spannend zu machen und mit Leben zu füllen, reicht es allerdings nicht. Schade. Ob die Jungs wohl Tagebuch schreiben, um die unwiederbringlichen Momente dieser für sie wahrscheinlich einmaligen Atlantiküberquerung West - Ost für sich selber fest zu halten?